Du hörst zu. Du nimmst wahr. Du fühlst mit.
Währenddessen bewegt sich deine Aufmerksamkeit zwischen deiner eigenen Innenwelt, der Außenwelt und der Innenwelt deines Gegenübers.
Aber wie bewusst nimmst du wahr, wo du dich gerade aufhältst?
Was geschieht in dir, während du einem anderen Menschen begegnest? Was gehört zu dir und was zu deinem Gegenüber?
Und wie verändert sich die Begegnung, wenn du deine Aufmerksamkeit bewusst bewegen kannst?
In dieser Ausbildung lernst du, deine Wahrnehmung zu verfeinern, deiner eigenen Erfahrung mehr zu vertrauen und aus deiner eigenen Innenwelt heraus zu begleiten.
Du lernst das achtsamkeitsbasierte Ichgrenz-Modell nicht nur theoretisch kennen. Du erfährst es an dir selbst und entdeckst, wie du diese Erfahrungen auch anderen Menschen ermöglichen kannst.
Die eigene Wahrnehmung als Grundlage deiner Arbeit
Wenn du Menschen begleitest, bringst du weit mehr mit als dein Wissen, deine Erfahrung und deine Methoden.
Du bringst dich selbst mit.
Deine Aufmerksamkeit, deine Gefühle, deine Wahrnehmung und die Art, wie du anderen Menschen begegnest.
Es macht einen Unterschied, wo wir uns mit unserer Aufmerksamkeit die meiste Zeit aufhalten. Und genauso wichtig ist, ob wir unsere Aufmerksamkeit bewusst bewegen können.
Im achtsamkeitsbasierten Ichgrenz-Modell erforschst du die unterschiedlichen Räume deiner Wahrnehmung und lernst, bewusster zwischen ihnen zu wechseln.
Du entdeckst, wie du mitfühlen kannst, ohne das Erleben eines anderen Menschen zu übernehmen. Wie du auch in schwierigen Begegnungen bei dir bleiben kannst. Und wie du deiner eigenen Wahrnehmung wieder mehr vertrauen kannst.
Dabei geht es nicht darum, weniger zu fühlen oder dich stärker von anderen abzugrenzen.
Sondern darum, mehr Möglichkeiten zu haben, wie du dir selbst und anderen Menschen begegnen kannst.
Selbst erfahren. Wahrnehmung vertiefen. Andere begleiten.
In dieser Ausbildung stehen deine eigenen Erfahrungen im Mittelpunkt.
Mit gezielten Übungen erforschst und verfeinerst du deine Wahrnehmung in Bezug auf unterschiedliche Themen: deine Grenzen, deine Gefühle, deine Präsenz, dein Mitgefühl und die Art, wie du mit anderen Menschen in Beziehung bist.
Du erfährst, welchen Unterschied es macht, wo du dich mit deiner Aufmerksamkeit aufhältst und wie du sie bewusst bewegen kannst.
Die Übungen, die du selbst erlebst, sind zugleich jene, die du später mit deinen Klientinnen anwenden kannst.
Du lernst, diese Übungen anzuleiten und andere Menschen darin zu begleiten, ihre eigene Wahrnehmung für die jeweiligen Themen zu vertiefen.
Dabei geht es nicht darum, bestimmte Erfahrungen hervorzurufen, sondern einen Raum zu eröffnen, in dem jede ihren eigenen Erfahrungen begegnen kann.
So verbinden sich Selbsterfahrung, persönliche Weiterentwicklung und das Erlernen der praktischen Anwendung.
Du vertiefst nicht nur deine eigene Präsenz. Du erweiterst auch deine Möglichkeiten, anderen Menschen zu begegnen und sie in ihrer Entwicklung zu begleiten.
Drei Module. Dein eigener Weg.
01
3 Tage Präsenz
02
3 Tage Präsenz
03
8 Wochen · Zoom
Grenzen
Gefühle
Selbsterfahrung
Die drei Module bauen aufeinander auf und verbinden persönliche Selbsterfahrung mit der Möglichkeit, das Ichgrenz-Modell später selbst in deiner Arbeit anzuwenden.
Du kannst die Module Schritt für Schritt zur eigenen Selbsterfahrung besuchen oder dich für die vollständige Ausbildung entscheiden.
MODUL 01 · 3 TAGE PRÄSENZ
Mein Raum und dein Raum
Die eigene Grenze wahrnehmen und Präsenz vertiefen.
Wenn du mit Menschen arbeitest, bist du ihnen oft sehr nahe.
Du hörst zu, fühlst mit, versuchst zu verstehen.
Aber wo bist du selbst in diesen Begegnungen?
Wo endet dein eigener Raum und wo beginnt der deines Gegenübers? Und wie bewusst nimmst du wahr, was gerade in dir geschieht?
Unsere psychische Grenze ist nicht einfach eine Trennlinie zwischen uns und anderen. Sie gibt unserer Innenwelt einen eigenen Raum und ermöglicht uns gleichzeitig, mit anderen Menschen in Beziehung zu treten.
In diesem Modul erforschst du deine eigene Grenze und lernst, sie mithilfe der dreidimensionalen Grenzvisualisierung (3DGV) bewusst wahrzunehmen.
Du entdeckst, wie sich deine Grenze anfühlt, welche Funktionen sie erfüllt und wie sie sich verändern kann.
Dabei geht es nicht darum, dich stärker abzugrenzen oder weniger zu fühlen.
Sondern darum, deine eigene Innenwelt bewusster wahrzunehmen und auch in der Begegnung mit anderen Menschen bei dir bleiben zu können.
Was du in diesem Modul erforschst:
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Deine eigene psychische Grenze und ihre unterschiedlichen Funktionen
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Die dreidimensionale Grenzvisualisierung (3DGV)
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Die Wahrnehmung deiner eigenen Innenwelt und der deines Gegenübers
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Wie sich deine Grenze in unterschiedlichen Situationen und Beziehungen verändert
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Wie du deine Aufmerksamkeit bewusst bewegen kannst
Du lernst durch eigene Erfahrung, Übungen zu zweit und in der Gruppe sowie gemeinsame Reflexion und theoretische Impulse.

Gefühle erkennen und unterscheiden

Gefühle gehören zu jeder Begegnung.
Manchmal entstehen sie unmittelbar aus dem, was wir gerade erleben.
Manchmal berührt eine Situation aber auch Gefühle, die wir schon viel länger in uns tragena. Und manchmal nehmen wir Gefühle eines anderen Menschen wahr, ohne zunächst zu erkennen, dass sie gar nicht unsere eigenen sind.
Was geschieht, wenn sich all diese Gefühle miteinander vermischen?
Wie können wir unterscheiden, was gerade zu unserer eigenen Erfahrung gehört, was aus früheren Erlebnissen stammt und was wir von anderen Menschen wahrnehmen?
In diesem Modul widmen wir uns diesen Fragen nicht nur theoretisch.
Mit gezielten Wahrnehmungs- und Visualisierungsübungen erforschst du deine eigene Gefühlswelt. Du lernst, unterschiedliche Gefühle und ihre Zusammenhänge bewusster zu erkennen und auch dort Klarheit zu gewinnen, wo sich mehrere Gefühle miteinander verwoben haben.
Du entdeckst Möglichkeiten, solche Gefühlskonglomerate zu entwirren und innerlich neu zu ordnen.
Dabei erfährst du auch, welchen Unterschied es macht, ob du dich in die Gefühlswelt eines anderen Menschen hineinversetzt oder aus deiner eigenen Innenwelt heraus mitfühlst.